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Erbpachtgrundstück, Thorenknick 65, 33100 Paderborn-Benhausen

Details zum Thema Erbpachtgrundstück

Das Einfamilienhauses, Thorenknick 65, 33100 Paderborn-Benhausen wurde auf einem Erbpachtgrundstück errichtet. Damit gibt es für Sie als Käufer einen Unterschied zum herkömmlichen Hauskauf. Sie kaufen nämlich ausschließlich das Haus. Das Grundstück verbleibt im Eigentum des Erbpachtgebers und wird somit auch nicht von Ihnen bezahlt.

Neben dem Kauf des Einfamilienhauses erwirbt man außerdem das Recht das Grundstück für einen langen Zeitraum zu nutzen. Im Fall des Einfamilienhauses Thorenknick 65, Paderborn ist die Laufzeit des Erbbaurechts auf 99 Jahre bis zum Jahr 2080 vertraglich fest vereinbart und kann nicht einseitig oder willkürlich geändert werden. Somit haben Sie als Käufer Planungssicherheit für viele Generationen.

Als Entgelt für die Nutzung des Grundstücks, ist eine jährliche Erbpacht vereinbart. Um einen Vergleich zum Grundstückskauf zu erhalten, wird die Erbpacht als Verzinsung (Erbbauzins) des Grundstückswertes dargestellt. Bei einem rechnerischen Grundstückswert von aktuell 200,- € je Quadratmeter ergibt sich ein Grundstückspreis von 179.600,- €. Da die Erbpacht jährlich 2.222,20 € beträgt, entspricht dies einer Verzinsung von gerade einmal nur 1,24 %. Selbst bei den derzeit historisch niedrigen Zinsen wäre ein Kauf um ein vielfaches teurer und für rund 185,- €/monatlich nicht zu realisieren.

Der Erbbauzins verändert sich im Laufe der Jahre

Wie die Nutzungsdauer, ist auch die Höhe des Erbbauzinses für die gesamte Laufzeit vereinbart. Der Erbbauzins kann daher nicht beliebig vom Grundstückseigentümer erhöht werden. Um jedoch den Wertverfall des Geldes, also die Inflation auszugleichen, wird der Erbbauzins im Laufe der Jahre an die Lebenshaltungskosten angepasst. Eine Anpassung kann dann erfolgen, wenn der durch das Land NRW ermittelte Verbraucherpreisindex entsprechend gestiegen ist. In dem Maße, wie die Verbraucherpreise steigen, kann der Erbbauzins prozentual angepasst werden. Dies erfolgte letztmalig 01.01.2017 von 2.144,58 € auf den aktuellen gültigen Erbbauzins von 2.222,20 €/jährlich. Bei der derzeitigen niedrigen Inflation kommt es eher selten zu einer solchen Anpassung. Die in diesem Jahr durchgeführte Anpassung ist die Erste Änderung seit dem 01.01.2013.

Was Sie sonst noch über das Erbbaurecht wissen sollten

Was passiert nach Ablauf der vertraglich vereinbarten 99 Jahre?

Nach Ablauf des Erbbaurechts hat der Gesetzgeber drei Möglichkeiten vorgesehen. Auf eine dieser drei Möglichkeiten müssen sich Erbpachtgeber und Erbpachtnehmer dann verständigen.

  1. Es wird ein neuer Erbbaurechtsvertrag geschlossen.
  2. Der Grundstückseigentümer kauft dem Hauseigentümer das Haus zum vollen dann aktuellen Verkehrswerts ab. Der Wert muss durch einen neutralen, vereidigten Sachverständigen ermittelt werden.
  3. Der Hauseigentümer kauft dem Grundstückseigentümer das Grundstück zu dem dann gültigen Bodenrichtwert ab.

Was kann ich mit meiner Immobilie alles tun?

Sie können mit Ihrem Haus im Erbbaurecht genauso verfahren wie mit jedem anderen Haus auch. Sie können das Haus beleihen, verkaufen, vererben, vermieten, mit öffentlichen Mitteln fördern.

Kann ich das Grundstück schon jetzt kaufen?

Grundstückseigentümer ist eine Erbengemeinschaft die wir zu dieser Frage bereits kontaktiert haben. Aktuell besteht keine Möglichkeit das Grundstück vorzeitig zu erwerben. Ob sich dies im Laufe der nächsten 63 Jahre ändert, können wir nicht sagen. Unsere Erfahrung zeigt: In ähnlich gelagerten Fällen bieten die Erbpachtgeber den Erbpachtnehmern häufig vorzeitig die Möglichkeit des Grundstückskaufs an. Vielleicht ergibt sich dies auch im Thorenknick 63. Sie können dann, müssen aber nicht kaufen.

Wie entsteht ein Erbbaurecht?

Das Erbbaurecht gibt Ihnen eine ähnlich starke Rechtsstellung wie sie ein Grundstückseigentümer hat. Deshalb ist es erforderlich, wie bei einem Grundstückskauf, eine Eintragung in das Grundbuch vorzunehmen. Für diesen Zweck wird ein separates Grundbuch gebildet, das sogenannte Erbbaugrundbuch. Der Vorgang muss von einem Notar beurkundet werden.

Wie sicher ist das Erbbaurecht?

Die gesetzlichen Vorschriften schreiben vor, dass das Erbbaurecht im Grundbuch ausschließlich im ersten Rang eingetragen wird. Das bedeutet, dass im Falle einer Zwangsversteigerung des Grundstücks das Erbbaurecht für Sie bestehen bleibt. Insofern ist das Erbbaurecht erstklassig abgesichert.

Wann ist die Erbpacht zu zahlen?

Der jährliche Erbpachtzins von 2.222,20 € ist in zwei Raten fällig. Die erste Rate von 1.111,10 € ist jeweils zum 30.01. zu zahlen, die zweite Rate zum 30.07..

Zwar ist Erbpachtgeber und Ihr Vertragspartner eine Erbengemeinschaft, die Erbpachtzahlungen erfolgen aber direkt an die Stadt Paderborn als „Verwalter“.