Menü anzeigen

Dörener Weg / Benhauser Straße in Paderborn

Wie definieren wir die Geolage "Dörener Weg/Benhauser Str." in Paderborn

Historisches

Mit dieser nach Nordosten ausgerichtet Geolage in der Kernstadt Paderborn, ist u. a. die bis 1975 selbstständige Gemeinde Benhausen angesprochen, die nicht nur auf die Straßenbezeichnungen, sondern auch auf die zu dieser Geolage gehörenden Gewerbegebiete Einfluss genommen hat.

„Der so genannte Ben(hau)ser-Weg war ein regional wichtiger Landweg im Spätmittelalter, der die Stadt durch das Gierstor verließ. Er garantierte die dauernde Verknüpfung des alten hochstiftisch-territorialen Schwerpunktes um die späteren Städte Nieheim und Steinheim mit der Bischofsstadt.“ (Paderborn.Geschichte der Stadt in ihrer Region. Bd. 1 Das Mittelalter. Bischofsherrschaft und Stadtgemeinde, Hrsg. von Jörg Jarnut, PB (Schöningh) 1999, S. 201).

Seit 1879 gehört der Weiler Dören (kleine ländliche Siedlung bis zu 20 Höfen) zur Gemeinde Benhausen, 1975 wurde Benhausen in die Stadt Paderborn eingemeindet. Die deutliche Zunahme der Einwohnerzahl in der Stadt, allgemeine Entwicklung in Deutschland, führte zur Entstehung neuer Wohngebiete. Da 1881 der preußische Staat die Stadtmauer kostenlos an die Stadt Paderborn übertragen hatte und die staatliche Erhaltungspflicht damit beendet war, führte dies zu einem forcierten Abbau der Stadtmauer wegen des schlechten Zustandes und wegen der Behinderung der Stadtexpansion. Nun war der Weg frei für eine Siedlungsentwicklung in Richtung Nordosten, in Richtung Benhausen. Diese Siedlungsentwicklung zog dann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Gewerbegebiete nach sich, hauptsächlich in peripherer Lage zu den Kerngebieten der Städte.

So finden wir heute die Bezeichnungen „Gewerbegebiet Dören“ und „Gewerbegebiet Benhauser Feld“, die die Geolage im Nordosten umschließen. Der Georg-Marshall-Ring (K 29), die Driburger Straße und die Detmolder Straße umschließen diese Geolage. Die Benhauser Straße (L 755) schneidet das Gebiet in nordöstlicher/südwestlicher Richtung. Über das Gierstor, auf das Dörener Weg, Benhauser Straße und Driburger Straße zulaufen, ist somit einerseits die Altstadt von Paderborn (Innerer Ring“) mit allen kulturellen Einrichtungen, andererseits das umfangreiche Gewerbegebiet im Nordosten (s.u.) gut zu erreichen.

Etwas störend vielleicht die großflächige militärische Anlage der Englischen Garnison (Barker Barracks) zwischen Driburger Straße und Piepenturmweg. Diese gehört aber wohl bald der Vergangenheit an (Stichwort Konversion – Abzug der britischen Garnison).

Der Dörener Weg hebt sich als besonderes, „besseres“ Wohngebiet hervor, auch mit seinen beiderseitigen Abzweigungen und seinem Sackgassen-Ende nach Nord/Osten, während die Benhauser Straße als wesentlich stärkerer befahrener und durchgängiger Verkehrsweg nicht die gleiche Wohnqualität haben dürfte.

Verkehrsstrukturen

Im Vorstehenden sind schon die günstigen Verkehrsanbindungen deutlich geworden: die Driburger Straße mit der Anbindung an die B 64 (Bad Driburg, Höxter, Eggeraum) und an den Georg-Marshall-Ring, die Benhauser Straße (L 755) mit Anbindung an den Herbert-Schwiete-Ring (K 38) zur Detmolder Straße, über den Berliner Ring zur Driburger Straße. Der Dörener Weg ist wegen seiner Anlage als Sackgasse im Nordosten keine Durchgangsstraße und daher natürlich verkehrsberuhigter als die anderen Straßen, für Fußgänger und Radfahrer aber freier Zugang über Brücke Herbert-Schwiete-Ring zum Gewerbegebiet Dören und darüber hinaus zur Benhauser Feldflur („Dörner Holz“) und zum Hauptfriedhof „Auf dem Dören“. Da die Benhauser Straße als durchgehende Leitlinie die beiden Gewerbegebiete schneidet, entsteht hier naturgemäß ein höheres Verkehrsaufkommen.

Versorgungsmöglichkeiten

Die beiden Gewerbegebiete „Dören“ und „Benhauser Feld“ am Rande der Stadt („auf der grünen Wiese“) in verkehrsgünstiger Lage und mit großem Parkraumangebot bieten „Einkaufscenter“ und Fachmärkte verschiedenen Couleurs: Nähe Steubenstraße der SB-Markt und in der Nachbarschaft große Hobby-/Baumärkte, Blumen-/Gartencenter, Elektro-, Textil- und Möbeldiscounter etc.

Hinsichtlich der schulischen Versorgung steht dieses Gebiet besonders gut da. An der Peripherie finden sich am Gierstor zwei Gymnasien, Pelizaeus- und Reismann-Gymnasium, „Am Niesenteich“ ein Schulzentrum mit Heinz-Nixdorf Gesamtschule, Realschule und Hauptschule, ein Kinderhaus und die Meinwerk-Schule (Förderschule der Stadt PB, Förderschwerpunkt „Lernen“, Primarstufe und Sekundarstufe I, offene Ganztagsschule, des weiteren die Gesamtschule Friedrich-von-Spee am Kaukenberg mit Grundschule, Kindergarten und JUKIZ. 0,

St. Vincenz Altenzentrum, Adolf Kolping Str. 2 (Abzweigung vom Dörener Weg):
1976 als Modellprojekt für seniorengerechtes Wohnen errichtet;
2010 Modernisierung, Verband: Caritas (ICW Rezertifizierung, Wundmanagement)